Dienstag, 17. Mai 2011

Griechenland und Europa

Im Gelben Forum huldigt man Dottore Martin und Gunnar Heinsohn leider auch im aktuellen Kontext. Dort heißt es pessimistisch:

"Wenn der Staatsbankrott kommt, werden wir Gummistiefel brauchen, um trockenen Fußes von einer Straßenseite auf die andere zu kommen, soviel Blut wird fließen."

Ist das realistisch, oder können Menschen über sich selbst hinaus wachsen? Ich hoffe es. Und wenn ich etwas propagiere, dann genau dies. Ihre Meinung interessiert.

Kommentare:

  1. Natürlich sollte man es nicht bei einer Analyse belassen. Dazu braucht es positiv formulierbare Ziele und gangbare Wege dahin. Wobei sich letztere finden, wenn nur die Perspektive da ist.
    Zum Gelben Forum: Die scheinen sich dort schon vom Sprachgebrauch her isoliert zu haben. Damit läuft man, zudem wenn Emotionen im Spiel sind, sehr leicht Gefahr zum selbstreferentiellem System zu werden. Werde mich dort sicher nicht anmelden.

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  2. Pessimismus scheint ja deren Grundstimmung zu sein. Damit liegt man nun aber gerade nicht immer richtig und unterschätzt die Lebendigkeit des Menschen, seine Lernfähigkeit und seine enorme Problemlösungskompetenz und Anpassungsfähigkeit an Widrigkeiten.
    Zu diesem Gelben Forum und der Stimmung dort: Man lese einfach einmal den Beitrag Der herrlich gruselige Blick in den Abgrund! dort, dann ist Deine Einordnung als Misanthropen nicht nur nicht beleidigend, sondern schon euphemistisch zu nennen. Dort heißt es, ich zitiere ausschnittssweise:

    Der Debitismus liefert keinerlei Lösungsansätze.
    Im Debitismus ist letztlich alles und jedes kollektive (auf Staaten basierende) Wirtschaften auf lange Sicht vergeblich.
    ..., bleibt für den beinharten Debitisten nur eine praktische Relevanz:
    Die Vorteile des Wissens um die ökonomischen Illusionen und Hoffnungen gar nicht erst missionarisch in die Welt hinaus zu tragen, sondern diese stillschweigend nur für sich selbst (egoistisch) zu nutzen
    Nach dem Debitismus können immer nur einige, aber niemals alle zum Zuge kommen, ähnlich dem Behauptungs-/Durchsetzungs-/Überlebensprinzip aus der Biologie/Soziologie. Der Debitismus wäre damit in der Ökonomie vielleicht das, was in der Biologie der Darwinismus ist.
    Oder ein anderer Vergleich:
    Der Debitismus (keine Vision, keine Hoffnung, keine Erlösung) ist in der Ökonomie ein bisschen das, was in der Welt der Religionen der Atheismus darstellt.
    ..., dann wäre der Debitismus möglicherweise das, was einst FJS als rechts von sich beschrieb...

    Wir reden morgen nach der Uni noch einmal darüber, wenn Du magst.

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  3. @Michael:
    Das sind sogenannte Realisten, dünkt es mich. Die ich einst hier besprach: Von Idealisten, Realisten und Machern.

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  4. Passender Artikel dazu wurde doch eben noch rechts unter ef-magazin eingeblendet:

    http://www.ef-magazin.de/2011/05/19/2996-staatliches-handeln-von-der-bedeutung-des-menschenbildes

    Sehr lesenswert, vor allem in diesem Zusammenhang.

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  5. Das Ärgerlichste in dieser Welt ist,

    daß die Dummen todsicher

    und die Intelligenten voller Zweifel sind.

    (Bertrand Russell)

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  6. Du brauchst Dich aber auch nicht zu wundern, bei einem solchen Warnhinweis. Keine Frage, das ist ein Musterbeispiel an Humor und Parodie. Doch als Betroffener würde mir da auch das Lachen im Halse stecken bleiben.

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