Freitag, 7. Januar 2011

Schulmobbing

Nicht nur italienische Kaufleute und Pizzabäcker kennen das Problem. Auch alle Familien in Deutschland sind betroffen: Es gibt Angebote, die man nicht ablehnen kann. In deutschen Landen sorgt dafür eine als Schulgebäudeanwesenheitspflicht verstandene Schulpflicht und der dazugehörige Schulzwang. In einem Interview mit ef-online erklärt die Autorin Frieda Norka, warum sie zum Thema Schulmobbing ein Buch geschrieben hat:

Interview mit Frieda Norka zum Thema Mobbing an Schulen und zu Schulproblemen


Ziehen sie sich warm an, um das auszuhalten, was viel zu viele Schulkinder mitmachen müssen. Und verstehen sie, warum Schulverweigerer Vergewaltigungsverweigerer sind.

Kommentare:

  1. Bei dem Thema Schulprobleme und Schulmobbing bleibt man lieber anonym. Wir, eine Familie mit 3 Kindern, hatten schon zweimal eklatante Probleme mit den Schulen. (Neben dem vielem normalem Kleinkram.) Das eine Mal wurde vom Gymnasium mit der "Versetzung" in die Regelschule = Hauptschule gedroht und die betroffene Lehrerin unterrichtet immer noch. Das andere Mal kümmerte sich die Schulleitung (u.a. war eine Morddrohung im "Spiel") und Klassenlehrer immerhin. Allerdings auch nur genau so weit, dass man ihnen keinen Vorwurf machen konnte. Gelöst sind die Schulprobleme nicht.
    Wir haben 3 "schulpflichtige" Kinder. Ehrlich gesagt, ich glaube, dass die Nachteile von Schule die Vorteile überwiegen. Lernwillen, Konzentrations- und Diskursfähigkeit nehmen durch den Schulbesuch leider ab. Und selbst das einst vorbildliche Sozialverhalten (so der Kindergarten und auch die Grundschulen unisono in ihrem Urteil) ist schon beschädigt, bezogen auf die Seele unserer Kinder neige ich dazu, zu sagen: demoliert. Und leider schreiben alle Schulen die Schulprobleme nicht der Beschulung zu, nein, Schulprobleme werden privatisiert, nur die Erfolge schreibt man sich auf die sozilisierte Fahne. Die Kosten von Schulversagen tragen die Kinder und ihre Eltern. Ein bißchen mehr "Das leidende Kind hat recht" wäre hochnotwendig!
    Also: Wenn wir nicht gezwungen wären, würden wir den Schulbesuch unserer Kinder nie wieder verantworten!

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  2. Durch Zufall bin ich auf Ihren Blog gestoßen. Wir haben als leider nicht alleinerziehende Eltern sehr schlechte Erfahrungen mit der Sozialisation in der Schule machen müssen. Für unser Kind konnten wir das auffangen, aber so viele andere Kinder, die hier immer mal wieder bei uns zuhause sind, sind doch schlimm schulgeschädigt. Ob das allerdings so viel besser wäre, wenn es keine Schule gibt, wage ich nicht zu behaupten. Aber wer weiß? Auf der anderen Seite sind die Probleme schon derart ein Massenphänomen, daß mir die Massen-Schule als wesentliche Ursache schon plausibel erscheint. Auf jeden Fall behindert ein Schulbesuch effizientes Lernen. Für diesen gigantischen Zeitaufwand kommt da entschieden zu wenig bei herum. Wenn ich sehe, wie schnell und wie viel unser Junior am Ende der Ferien (wohl wenn er sich von der Schule erholt hat) lernt und zu lernen bereit ist, dann möchte ich allzugerne doch einmal Homeschooling (oder wie das heißt) ausprobieren. Lernen müssen ohnehin die Kinder. Auf der anderen Seite: Schule lehrt auch viel Asoziales. Darauf würde ich gerne verzichten, bzw. die Kinder zeitnäher lehren, wie man damit umgeht. Auch hier ist die Schule wohl hoffnungslos zurück. Hoffentlich haben wir bald Alternativen zum Schulsystem.

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  3. ich moechte hier auch etwas dazu sagen. ich bin eine schuelerin und kenne englische und deutsche Schulen. Nachdem ich mit meinen Eltern aus beruflichen Gründen nach Deutschland ziehen mußte (meine mutter ist deutsche) habe ich erst eine staatliche und dann eine private schule besucht. auf der privatschule war es etwas besser. gemerkt habe ich, dass schule irgendwie nervig und langweilig ist. es wird eine menge gemacht. allerdings immer nur so hauruck. mal das eine, mal das andere fach. nie wird etwas mal wirklich gruendlich durchgezogen. mobbing gibt es wohl auf allen schulen. ich habe keine freundin, die das nicht kennt. bei den jungs ist es aber schlimmer. wenn es zum lernen was anderes als schule gibt, nur her damit.

    lioba-theresa mansfield

    sorry, wegen der kleinschreibung ohne umlaute. liegt an meinem urlaubs-netbook hier.

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